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Lebenslauf
Matthias Schmidt
*1980 in Neuss
Am XX. XX 1980,
kurz nach fünf Uhr nachmittags, kam ich im Lukaskrankenhaus in Neuss
zur Welt. 1982 zog ich mit meinen Eltern und meiner Schwester nach
Vettweiß. Mit vier Jahren besuchte ich den Spielkreis und ein Jahr später
den Kindergarten. 1987 ging ich zur Grundschule in Vettweiß. Zum 10.
Geburtstag schenkten mir meine Eltern einen Amiga 500. Seitdem beschäftige
ich mich intensiv mit der Technologie. 1991 wechselte ich von der
Grundschule auf das Gymnasium am Wirteltor in Düren. 1992 war ich im
Krankenhaus in Düren, weil der Wurmfortsatz (Blindarm) entfernt werden
musste. Seit meinem 14. Lebensjahr konsumierte ich regelmäßig Alkohol
und Zigaretten. Die Leistungen in der Schule verschlechterten sich und
ich musste die 8. Klasse wegen einer sechs in Latein und einer fünf in
Englisch wiederholen. Mit 16 Jahren nahm ich zum ersten mal Haschisch zu
mir, und ein Jahr später trank ich keinen Alkohol mehr, sondern rauchte
nur noch Hasch und Zigaretten. Im Januar 1998 (10. Klasse) wechselte ich
wegen wiederholt drohender Nichtversetzung auf die Hauptschule in
Vettweiß. Wegen
einer fünf in Englisch und Deutsch wurde ich von 10B auf
Haupschulabschluß 10A zurückgestuft. Probeweise habe ich LSD,
Amphitamine und Ectasy konsumiert. August 1998 habe ich eine Ausbildung
zum Verpackungsmittelmechaniker begonnen. Zu meinen 18. Geburtstag habe
ich den Führerschein Klasse 3 bekommen. Anfang 1999 bezog ich meine
erste eigene Wohnung in Düren. Am 14. April 1999 hatte ich einen
Suizidversuch und ging einen Monat in die Landesklinik Düren. Dort
machte ich auch einen IQ Test. Das Ergebnis ergab einen IQ von 133. Ich
brach die Ausbildung ab und gab meinen Wohnung auf. Ich zog wieder zu
meinen Eltern nach Vettweiß. Zwei Monate nach der Entlassung wurde ich
zum Drogenkonsum (überwiegend Haschisch) wieder rückfällig. Ich
machte einen Nebenjob als Pizzafahrer bis November. Anfang 2000 hatte
ich meine Aggressionen nicht mehr unter Kontrolle und ich machte am
17.1.2000 einen zweiten Entzug in der Krankenanstalt in Zülpich. Dort
blieb ich bis zum 12.5.2000.
Seit dem bin ich clean, und Aggressionen traten nicht mehr auf. Am 14.
November 2000 machte ich eine Therapie zur Rehabilitation in der
psychosomatischen Klinik in Dabringhausen wegen Doppeldiagnose (Psychose
und Sucht). Jedoch konnte ich mich im Einzelgespräch nicht öffnen und
ich sah meinen Probleme nicht so, wie ich sie sehen sollte. Wegen zu
geringer Therapiemotivation brach ich die Therapie nach 6 Wochen ab. Ich
bin nicht rückfällig geworden. Am 11. März 2001 hatte ich wieder
einen Teilzeitjob als Auslieferungsfahrer für Essen an alte Leute
angenommen. Wegen meiner Erkrankung musste ich nicht am Wehrdienst teilnehmen.
Statt dessen zog ich am 15. April 2002 nach Heidelberg, um dort in einem
Berufsföderungswek wieder eine Ausbildung zu beginnen. DREI JAHRE SPAETER:
Nun bin ich ein arbeitsloser Technischer Zeichner Maschinen und Anlagentechnik mit dem Zusatz Teilkonstrukteur.
-- so, ich sehe, dass ich an meiner Internetseit seit langer Zeit nichts mehr gemacht habe. --
Also, um eines klarzustellen: Die beste Therapie ist sinnvolle Arbeit. Drogen einfach nicht nehmen zu duerfen,
steigert das Reuckfallrisiko. Neben der Ausbildung in HD habe ich mich da ein wenig selbst therapiert und
nochmals, jedoch nicht uebermaessig, Alkohol und Hasch konsumiert. Ergebniss: Zu teuer, wirk kaum noch.
Alkohol schiesst mich sofort ab. Vor Kammeras habe ich auch nicht mehr solche Angst. Zu den Agressionen:
Ich lasse mir nicht alles gefallen. Man sollte mich nicht in die Ecke draengen, dann schlag ich zu. Jedoch
verbarle Agression kommt haeufig vor, vor allem bei Diskusionen, fast so wie frueher, als ich noch nicht krank war.
NOCH FAST EIN HALBES JAHR SPAETER: Ich bekomme seit einigen Monaten ein zweites Medikament, dass etwas speedig wirkt.
Dementsprechend bin ich sehr aktiv. Nicht mehr so ne Schlaftablette wie vorher. Kurz bevor meine Mutter gestorben ist, habe
ich mit dem Rauchen aufgehoert. Aus dem gleichen Grund wie bei Drogen, zu teuer, wirkt nicht, brauch ich nicht.
Heute (Julie 2005) sollte ich aufpassen, die Medikamente NICHT abzusetzten, denn ich fühle mich fast gesund.
Jedoch: Ich bin so, weil ich sehr gute Medikamente heute hab. Trotzdem werde ich wegen meiner Schwerbehinderung
und psychischen Erkrankung immer noch in die Ecke der gefaehrlichen gesteckt. Aber an die legale Propaganda aus
den Hollywood Psycho Filmen und der Tagespresse, die es jedesmal nicht ausdruecklich genug schreit, der Kinder-/Frauenschaender ist einer von den gewissen psychisch Kranken ... ,
daran habe ich mich fast, aber leider nicht immer, gewoehnt. 2006 Umzug nach
Langerwehe. WEITER 2.5 JAHRE ANFANG 2008: Ein weiter Klinikaufenthalt in
der Dürener Landesklinik war notwendig, aus mehreren Gründen. Das
speedige Parazotin gegen Depressionen wurde abgesetzt, die Dosis gegen
die Psychose erhöht. Mir wurde erklärt, dass Depressionen von innen
heraus kommen, ohne Grund, bei mir jedoch die Symptome daher
kommen, dass ich z.B. schlechte Nachrichten im Fernsehen sehe, mir
tausend Gedanken dazu mache und deshalb schlecht drauf bin. Nun wurden
die Dopaminblocker erhöht, ich mache mir weniger Gedanken und es gibt
keine Depression. Alles im Allem war das Jahr 2006 viel zu aufregend.
Ich wollte die Schule weitermachen, das ABI nachholen. Statt dessen
wurde ich zurückgeschlagen, die Psychose lähmt mich schon stark. GDB
wurde von 50% auf 80% angehoben, ich bin in der Grundsicherung und z.Z.
nicht arbeitsfähig. Immer noch gilt für mich, keine Drogen, keine
Zigaretten und fast kein Alkohol. Zum Thema Suchtprävention bin ich zu
der Meinung gekommen, dass ein striktes Verbot wenig bis gar nicht
hilft, wenn das Belohnungszentrum im Gehirn kein Ersatz bekommt. Mit
Atemtechnik, Musik und gewisse Gedanken (Meditation) kann ich mir
mittlerweile körpereigene Endorphine freisetzen und benötige dafür
keine Suchtstoffe. Mein Körper ist wieder so sensibel, dass Cola, Kakao
oder scharfes Essen in homöopathischen Mengen ausreichen, um schöne
Sinne zu erleben. - Jetzt im Januar 2008 gehe ich ein ganz anderes Thema
an. Seitdem ich die Psychose als Krankheit akzeptiere, habe ich mir
allerhand Gedanken über mich gemacht. In der psychosomatischen Klinik
Dabringhausen bin ich von einem Mitpatienten gefragt worden, ob ich
Autist wäre. Ich kannte damals nur die ganz krasse Form davon und
verneinte. Die Psychose kam mit 20 Jahren, wie auch immer ausgelöst.
Jedoch wurden etliche Fragen damit nicht beantwortet. Heute, nach 27
Lebensjahren weis ich, dass Autismus ein Spektrum hat. Ich vermute, das
"Asperger Syndrom" zu haben. Und das seit frühester Kindheit.
Dieser Sache werde ich in der Uniklinik Köln nachgehen. Eine
Kurzinformation über 40 Seiten brachten mir einen illuminierten
Zustand, ich fand eine Schrift, die mein Innenleben erklärte, warum ich
die Leute anstarre und fast nicht in der Lage bin, die Körpersprache zu
verstehen, die daraufhin zu fehlerhaften Interpretationen, die gerade in
meiner Kindheit und Jugendzeit immer wieder zu heftigen Konflikten
führten. Die Sonderinteressen, wozu die Schularbeit selten
dazugehörte. Interpretationen und Metaphern nicht zu verstehen und
diese wie beim Lernen einer Fremdsprache auswendig zu lernen und im
Gehirn abzulegen. Gespräche wortwörtlich zu nehmen. Die Nonverbale
Kommunikation ist gänzlich unmöglich, was Flirten oder der
Partnersuche unter schwierigsten Bedingungen stellt. Die gleichen Wege
zu gehen und in großen Kreisläufen die Dinge nach immer der gleichen
Art zu machen und möglicherweise auch über die gleichen Dinge zu
sprechen. - Asperger lernen mit der Zeit, sich in der Welt zurecht zu
finden. Die Probleme sind meist in der Kindheit und Jugend. Jedoch wird
das Asperger Syndrom, wenn überhaupt, häufig erst mit Ende 20
diagnostiziert. Je intelligenter, desto unauffälliger ist diese
Krankheit, weil eine Anpassung am Umfeld stattfindet. Möglicherweise
könnte die Psychose auch durch die heftigen Veränderungen (Autisten
mögen keine Veränderungen) in der Pubertät, vom Kind - Jugendlich -
Erwachsen Werden, gebildet worden sein und die Drogen als primären
Auslöser verdrängen. Diese Fragen werden sich in Kürze beim Professor
in Köln beantwortet. Schon jetzt hilft mir die Erkenntnis, wie ich halt
ticke, das Leben deutlich angenehmer zu gestalten und somit auch ein
gesünderes "Ich" zu bekommen. Autisten können in
Nischenbereichen hoch qualifizierte Arbeit verrichten. Ich denke da an
Temple Grandin, die eine Professur erlangte, trotz Autismus. Aber auch John Forbes Nash
ist ein Vorbild für mich, der an Psychose erkrankte, wieder Gesund
wurde und sogar den Nobelpreis erhielt. Im Universitätsbetrieb scheint
es möglich zu sein, trotz Beeinträchtigungen eine Kariere zu machen.
Somit warte ich ab, wie es nun mit mir weitergehen soll.
12/2008 Es kann wegen des vergangene Drogenkonsums und der Psychose im nachhinein nicht mehr das Aspergersyndrom nachgewiesen werden.
Statt mich weiter damit zu beschäftigen habe ich statt dessen im Juli 2008 eine Tätigkeit in einer Werkstatt für psychisch erkrankte
Menschen, der Rurtec in Düren aufgenommen. Ein aktueller Text zum
Jahreswechsel 2008/2009 zeigt eine aktuelle Selbstreflektion der
vergangenen Jahre. Diese Text kann von diesem Lebenslauf etwas abweichen,
da sich einige Sichtweisen geändert haben.
Die große Jahresansprache, oder ein Rundumschlag der Selbstreflektion
Der Lebenslauf wird nur noch auf meinem Wiki weitergeführt. Lebenslauf
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